Sucralose - der besonders effektive Zuckerersatz!

600-mal so süß wie Kristallzucker

Sucralose - Der besonders süße Zuckerersatz
Sucralose - 600-mal so süß wie Kristallzucker

Einführung - Sucralose

Ja, genau! Sucralose ist der wohl potenteste Zuckerersatz in unserer Liste und es gibt sogar noch Verwandte von ihm, die ihn weit übertreffen. Er schmeckt 600-mal süßer als Haushaltszucker und ist dabei vollkommen kalorienfrei. Dabei wird das Süßungsmittel sogar aus normalem Haushaltszucker gewonnen. Aber nein, deswegen handelt es sich nicht automatisch um ein natürliches Erzeugnis. Denn ihre Moleküle werden chemisch verändert, um ihr die Eigenschaften zu geben, die sie so unglaublich süß machen.

 

Sucralose wurde seiner Zeit gezielt vom Unternehmen Tate & Lyle als Lebensmittelzusatz und Süßstoff, auf Basis von Zucker, entwickelt und das erste mal 1991 in Kanada zugelassen. 1999 folgten dann auch die USA und seit 2004 kann es auch ohne Probleme in der EU gekauft und verwendet werden.

Verwendung in der Industrie

Der Süßstoff ist aufgrund seiner besonderen Eigenschaften sehr vielseitig und wird heutzutage bereits in vielen Nahrungsmitteln und Getränken, wie beispielsweise Desserts, Backwaren, Kaugummi oder Eis zum Süßen verwendet.

Stevia, Sucralose und Süßstoff ganz allgemein

SoAbnehmen (16:50 Min.)

Stevia, Sucralose und Süßstoff ganz allgemein

Ist Sucralose gesundheitlich verträglich?

In diesem Fall scheiden sich Geister ein wenig. Generell kann man sagen, dass es sich bei einem Lebensmittelzusatz, der in der EU zugelassen ist, in den meisten Fällen um eine sichere Sache handelt und es gibt eine Vielzahl von Studien, die besagen, dass Sucralose keinerlei toxische Eigenschaften hat und auch keine sonstigen Nebenwirkungen bekannt sind. Wiederum gibt es Stimmen, die behaupten, dass der Süßstoff für einige schwerwiegende Erkrankungen und Leiden verantwortlich sein soll. So soll die regelmäßige Einnahme des Zuckerersatzes angeblich das Gehirn und restliche Nervensystem beeinflussen, Migräne verursachen, die Entstehung von Krebs fördern und das Immunsystem schädigen können.

 

Außerdem hat eine Testversuchsreihe israelischer Forscher Ende 2014 gezeigt, das eben genau solche chlororganischen Verbindungen, wie es die Sucralose eine ist, in der Darmflora eine bestimmte Bakteriengruppe fördert, die die Glukose-Toleranz vermindert und bei ca. 60% der an dem Test beteiligten Personen zu einer Vorstufe von Diabetes führte.

Diabetis und Intoleranz

Das Paradoxe daran ist, dass das Süßungsmittel ideal für Diabetiker ist. Langzeitstudien haben ergeben, dass Sucralose selbst bei der Einnahme von hohen Dosen, über einen längeren Zeitraum, keinen Effekt auf die Blutglukose oder den Insulinspiegel hat.

Sucralose und die Umwelt

Eine Besonderheit ist, dass der Zuckerersatz nicht vom menschlichen Körper als Kohlenhydrat erkannt wird. Somit wird es auch nicht verstoffwechselt und gelangt so über das Abwasser in unsere Umwelt. Das Fatale dabei ist, dass es sich um eine chlororganische Verbindung handelt, welche nur sehr langsam von der Umwelt abgebaut und als Solche zu einer Belastung wird und sehr lange (in beispielsweise) Flüssen und Fischen nachweisbar ist.

Muss ich bei der Verwendung Etwas beachten?

Die (empfohlene) erlaubte Tagesdosis beträgt 15 mg pro kg Körpergewicht (was 9 g Zucker pro kg entspricht) und sollte auch nicht überschritten werden. Aber wer von uns nimmt schon (bei angenommenen 80 kg Körpergewicht) 720 g Zucker am Tag zu sich. Wenn Sie es mit Sucralose versuchen möchten, empfehle ich Ihnen, es als Ergänzung zu sehen und nicht als alleiniges Süßungsmittel. In der richtigen Verwendung kann es Sie zum Beispiel optimal bei Ihrer Diät unterstützen und/oder den Körper ein wenig von der Sucht nach Zucker befreien.

Ist Sucralose geeignet für meine Diät?

Das Süßungsmittel ist ein ausgesprochen guter Zuckersatz und bestens als Ergänzung zu einer Diät geeignet. Da es den Insulinspiegel nicht beeinflusst, wirkt es sich auch nicht auf unser Hungerempfinden aus und führt uns somit auch nicht in Versuchung.

Eignet sich Sucralose zum Kochen & Backen?

Der Süßstoff weist eine hervorragende Mischbarkeit mit anderen Nahrungsmitteln auf. Außerdem ist er sehr hitzebeständig, was ihn zu einer idealen Wahl für das Backen, Kochen oder Braten macht. Auch ist seine Süße sehr lange haltbar und was natürlich das Allerwichtigste von allem ist! Da er aus Zucker gemacht ist, schmeckt er auch so und wartet nicht, wie viele Andere, mit einem Beigeschmack auf.

Sucralose - ein Fazit

Das Süßungsmittel ist wirklich äußert gut zum Kochen und Backen geeignet und schmeckt dabei herrlich nach Zucker. Jedoch handelt es sich um ein chemisch hergestelltes Produkt, über dessen Unbedenklichkeit die Meinungen auseinander gehen. Doch in der richtigen Dosierung stellt Sucralose auf keinen Fall ein gesundheitliches Risiko dar und man kann bedenkenlos damit herum probieren. Ab und zu Kochen JA! Alleiniger Süßstoff NEIN! Vielleicht experimentieren Sie ja mal mit verschiedenen Süßstoffen und deren Zusammenspiel.

Sucralose (E 955)
Kalorien auf 100g: 0
Süßkraft x-mal Zucker: 600
Besonderheiten:
  • Schmeckt wie normaler Zucker
  • Ist hervorragend zum Braten, Kochen und Backen geeignet
  • Ist ein idealer Süßstoff für Diabetiker
  • Ist für Menschen mit Fruktoseintoleranz ungeeignet
  • Die gesundheitliche unbedenklichkeit ist noch nicht abschließend geklärt