Sorbitol

3 Äpfel
Sorbitol kommt in verschiedenen Früchten, wie beispielsweise Birnen, Äpfeln oder Pflaumen vor.

Einführung - Sorbitol

Sorbitol oder auch Sorbit gehört wie seine Verwandten Xyltiol oder Erythritol zu der Familie der Zuckeralkohole und gilt somit als ein Zuckeraustauschstoff. Es hat bei ca. der Hälfte an Kalorien gegenüber Zucker auch nur die Hälfte an Süßkraft. Sorbit kommt in natürlicher Form in vielen Obstsorten wie Birnen, Äpfeln oder Pflaumen vor und ist ein Zwischenprodukt des Stoffwechsels von Kohlenhydraten, das aus der Umwandlung von Glukose in Fruktose hervorgeht.

Herstellung

Ursprünglich wurde der Zuckerersatz aus Früchten gewonnen, die einen besonders hohen Anteil des Süßstoffs enthalten. Heutzutage wird es auf Grund der niedrigeren Kosten industriell aus Weizen oder Mais hergestellt. Dabei kann es zur Verwendung von genmanipulierten Grundstoffen kommen.

 

In der Industrie wird Sorbit zumeist in diabetischen Lebensmitteln oder als Feuchthaltemittel genutzt.

Ist Sorbit gesundheitlich unbedenklich?

Menschen mit Fruktoseintoleranz sollten auf die Einnahme von Sorbit verzichten, da es die Aufnahme von Fruktose im Darm zusätzlich hemmt und die bestehende Intoleranz somit noch verstärkt.

 

Laut EU-Vorgabe ist das Süßungsmittel ansonsten aber bedenkenlos und ohne Vorbehalt einnehmbar. Nur größere Mengen (5 g pro kg am Tag) sollten vermieden werden, da es zu Bauchschmerzen und Blähungen führen kann. Noch größere Mengen (20 g pro kg am Tag) können sogar Durchfall verursachen. Hinzu kommt, dass immer mehr Menschen über eine Sorbitolunverträgllichkeit berichten und dabei oft lange Zeit nur die Symptome verspüren, aber gar nicht wissen, was ihnen fehlt.

 

Ob Sie eine Sorbitunverträglichkeit aufweisen, kann sehr schnell und unkompliziert bei einem Arzt, mit Hilfe eines Atemtests, festgestellt werden.

 

Innerhalb der EU müssen Lebensmittel, die einen Sorbitol-Anteil von mehr als 10% aufweisen, eine Kennzeichnung tragen, dass es zu Nebenwirkungen kommen kann.

Sorbitunver­träglichkeit - was kann ich tun?

Ich empfehle ihnen Ihre Ernährung umzustellen. Meiden Sie die Aufnahme von Sorbit über mehrere Wochen komplett, bis die Symtome Ihrer Intoleranz gänzlich nachgelassen haben. Achten Sie dabei auch auf den Lebensmittelzusatzstoff E 420, dabei handelt es sich nämlich um Sorbitol und er kommt häufig in Produkten, wie Soßen oder Senf vor, in denen man es vielleicht nicht vermuten würde. Versuchen Sie Kernobstsorten ganz zu vermeiden, da sich auch in ihnen, in der Regel, Sorbitol befindet. Völlig unbedenklich hingegen sind Beeren- und Zitrusfrüchte.

Muss ich bei der Einnahme von Sorbitol etwas beachten?

Generell ist Sorbitol (Sorbit) zur Einnahme für Menschen mit Diabetes, da bei seiner Verstoffwechslung im Organismus kein/kaum Insulin benötigt wird, unbedenklich und geeignet. Jedoch kann es bei einer erhöhten Einnahme (50 - 80 g) des Süßungsmittels zu einem Blutzuckeranstieg kommen, weshalb eine gewisse Vorsicht geboten ist.

Vorgabe der EU

Einen von der EU festgelegten ADI-Wert (Acceptable Daily Intake) gibt es für Sorbitol als solches nicht, Sie sollten jedoch Mengen von 5 g pro kg Körpergewicht am Tag nicht überschreiten, weil es sonst zu unerwünschten Nebenwirkungen wie Blähungen oder sogar Durchfall kommen kann.

Ist Sorbitol für meine Diät geeignet?

Nein, es hat zwar nur die Hälfte an Kalorien mit denen der handelsübliche Haushaltszucker (Saccharose) auffährt, aber dabei auch nur ca. die Hälfte an Süßkraft. Um also die selbe Süßewirkung wie mit Zucker zu erreichen, müsste man die Menge des Süßungsmittels verdoppeln und schon befinden wir uns in einem Bereich, in dem es zu einer Sorbitunverträglichkeit kommen könnte.

Sorbitol zum Kochen und Backen geeignet?

Sorbit ist nicht zum Kochen, Braten oder Backen geeignet. Zwar ist es ausreichend hitzebeständig, jedoch wäre auf Grund seiner verminderten Süßkraft, der übermäßige Einsatz von Sorbitol in den Speisen notwendig, was zu einem veränderten Speiseerlebnis führt.

Sorbitol - ein Fazit

Sorbit ist nett, wenn man mal ein wenig mit verschiedenen Zuckerersatzstoffen herum probieren will. Im Endeffekt muss jeder für sich seine Erfahrungen machen und entscheiden, welcher Zuckerersatz der richtige ist. Wer aber ein Süßungsmittel sucht, welches Zucker aus seinem Leben verbannen soll, der ist wohl mit Xylitol, Stevia oder Erythritol besser beraten.

Sorbitol (Sorbit)
Kalorien auf 100g: 260
Süßkraft x-mal Zucker: 0,5
Besonderheiten:
  • Für Menschen mit Fructoseintoleranz ungeeignet
  • Es tritt relativ häufig eine Unverträglichkeit auf
  • Nicht bedenkenlos für Diabetiker geeignet