Erythritol - der optimale Zuckerersatz?

Weintrauben
Erythrit kommt auch ganz natürlich (zum Beispiel) in Honig, Weintrauben & Melonen vor.

Einführung - Erythritol

Erythritol oder kurz Erythrit gehört wie zum Beispiel das Xylit oder Sorbitol zu den Zuckeralkoholen und kommt auch natürlich in kleineren Mengen in Honig, Weintrauben, Melonen etc. vor. Es ist als Lebensmittelzusatz in der gesamten EU zugelassen und wird auch als solcher von der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie genutzt.

 

Erythrit besteht also aus Zucker und wird seit etwa der Mitte des letzten Jahrhunderts mit Hilfe von Hefen und Pilzen durch einen Fermentationsprozess hergestellt. Dies macht Erythritol im Vergleich zu den anderen Zuckeraustauschstoffen zu etwas Besonderem, da diese meist durch chemische Modifikation gewonnen werden.

 

Eryhtritol ist annähernd kalorienfrei und weist dabei eine Süßkraft von 60-80% gegenüber des handelsüblichen Haushaltzucker auf. Dabei schmeckt es fast genau so wie Zucker, mit einer Note von Fruchtzucker. Leider ist der Zuckerersatz bei uns noch nicht so bekannt, aber das Interesse an ihm steigt stetig und es hat das Zeug dazu, einen Großteil des Zuckers in vielen Produkten zu ersetzen.

Wissenschaftliche Besonderheit

Eine Besonderheit von Erythtritol (Erythtrit) ist seine tödliche Wirkung auf Fruchtfliegen. Dabei sind die kleinen Insekten ganz verrückt danach und ziehen es sogar dem Zucker vor. Diese Tatsache macht den Zuckeraustauschstoff, da er für den Menschen völlig unbedenklich ist, zu einem optimalen, biologischen Insektizid für die Benutzung im Haushalt.

Erythrit: Süßstoff der Zukunft?

Faszination Wissen (6:39 Min.)

Erythrit: Süßstoff der Zukunft?

Ist Erythritol gesundheitlich verträglich?

Erythrit ist im Gegensatz zu anderen Zuckeralkoholen wie beispielsweise Sorbit, Maltit oder Xylit für den menschlichen Organismus wesentlich besser verträglich. Der so häufig durch Zuckeralkohole verursachte Durchfall tritt hier deutlich seltener auf. Dies liegt an der besonderen Eigenschaft, das Erythritol, nach seinem Konsum, bereits zu 90% über den Dünndarm aufgenommen und dann anschließend wieder über die Nieren vom Körper ausgeschieden wird. Somit gelangen nur ca. 10% in den weiteren Verdauungstrakt.

Vorgabe der EU

Es wurde festgestellt, dass die Aufnahme des Zuckerersatzes in einer Menge von 1 g pro kg Körpergewicht am Tag völlig bedenkenlos ist und es in verschiedenen Testreihen bei keinem der Probanden zu unerwünschten Nebenwirkungen gekommen ist. Selbst bei einer langfristigen Beimengung von 10% zur täglich aufgenommenen Nahrung konnten keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen diagnostiziert werden. Es gibt zwar Berichte, dass Menschen allergisch auf Erythrit reagiert haben sollen, ein abschließender Beweis steht aber noch aus.

 

Bekannt und bewiesen ist aber, dass der Zuckeraustauschstoff optimal für Menschen mit Laktose- oder Fruktoseintoleranz ist. Erythrit wird nicht vom menschlichen Körper verstoffwechselt und wirkt sich in keinster Weise auf dessen Glukose- oder Insulinspiegel aus. Dies macht es sehr interessant und verträglich für Menschen mit Diabetes.

Besonders gute Verträglichkeit

Unter den so genannten Zuckeraustauschstoffen, bei denen es sich um die Familie der Zuckeralkohole handelt, ist Erythrit für den Menschen am besten geeignet und somit auch die ideale Wahl, wenn man vorhat seine ganze Familie mit einem alternativen Süßstoff zu versorgen.

 

Außerdem ist Erythritol zahnfreundlich und gilt als Fänger freier Radikale, ähnlich einem Antioxidantium. Dies verleiht ihm eine schützende Wirkung und macht es noch attraktiver gegenüber dem Haushaltszucker.

Ist Erythritol geeignet für meine Diät?

Ja, der Süßstoff enthält bei ca. 70% Süßkraft im Vergleich zu Zucker, kaum Kalorien und ist somit bestens für eine Diät oder einfach nur eine kohlenhydratarme Ernährung geeignet. Auch langfristig kann es Saccharose vollkommen ersetzen. Nach einer kurzen Gewöhnungsphase können, auf Grund seiner guten Verträglichkeit, bereits große Teile des täglichen Süßungsmittelbedarfs komplett durch Erythritol kompensiert werden und Sie tun Ihrem Körper, wegen der antioxdantischen Wirkung, damit sogar etwas Gutes.

Kann man mit Erythrit bedenkenlos kochen/backen?

Erythritol kann wunderbar zum Kochen und Backen eingesetzt werden. Ähnlich seiner Verwandten aus der Familie der Zuckeralkohole hat es einen kühlenden Effekt auf der Zunge, da es mit dem Speichel reagiert und in Folge dessen seiner Umgebung Wärmeenergie entzieht.

 

Bei dem Gebrauch in manchen Teigen kann es ratsam sein, den Teig etwas länger gehen zu lassen, damit er besser aufgeht und das Ergebnis nach dem Backen ansehnlicher wird.

Erythritol - ein Fazit

Mein Fazit ist eine große Empfehlung. Erythrit ist gut verträglich, natürlich und kann bedenkenlos von jedem und auch in größeren Mengen konsumiert werden. Was ich besonders daran schätze ist die “milde” Süße, dadurch kann bei gleichem Volumen den Rezepten, die meiner Meinung nach häufig zu hoch angesetzte Süße genommen werden.

Erythritol (Erythrit)
Kalorien auf 100g: 20
Süßkraft x-mal Zucker: 0,75
Besonderheiten:
  • Sehr gut geeignet für Diabetiker
  • Wird von den meisten Menschen besser vertragen als seine Verwandten
  • Gilt als Fänger freier Radikale